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Adada

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Anfahrt

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Vom Abzweig (N36,94552/E030,83121) der Verbindungsstraße 685 von der Küste nach Isparta fährt man nach Norden durch den Kargi-Tunnel, am Karacaören-Stausee, am Abzeig nach Milyos (N37,33282/E030,81176) und am Abzeig nach Kremna (N37,47066/E030,76704) vorbei, bis man nach etwa 77 km den ausgeschilderten Abzeig (N37,54670/E030,76702) in östliche Richtung nach Sütçüler erreicht. Von hier müssen insgesamt weitere 40 km auf einer gut befahrbaren Nebenstrecke Richtung Sütçüler zurückgelegt werden. Erst wenige Kilometer vor Sütçüler wendet man sich an einem Abzeig (N37,52721/E030,96791) wieder in nördliche Richtung, um an den Ortschaften Boğazköy und Sağrak vorbei den letzten Abzweig (N37,57821/E030,97995) wieder in östliche Richtung nach Adada (N37,57516/E030,98531) zu erreichen.

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Örtlichkeit

Örtlichkeit

Die Nebenstrecke zum Dorf Yeniköy führt mitten durch das Ruinengebiet von Adada, sodaß dieser Ort mit einem normalen Auto einfach zu erreichen ist. Die meisten Sehenswürdigkeiten liegen direkt auf beiden Seiten der Straße. Einzig die byzantinische Basilika liegt etwas Abseits; ist aber über einen gut begehbaren Pfad recht einfach zu erreichen. Festes Schuhwerk sollte hier genügen. Oft trifft man auch hier auf einen Wärter, der für ein Trinkgeld für Führungen in Anspruch genommen werden kann. Es ist kein Eintritt zu bezahlen.

Geschichte

Geschichte

Adada (in den ersten schriftlichen Erwähnungen auch 'Odada' genannt) ist eine antike Stadt im pisidischen Hochland. Das älteste gefundene Schriftstück ist ein Freundschaftsvertrag mit einer benachbarten Stadt über eine gegenseitige militärische Unterstützung gegen Angriffe aus Selge. Dieses Dokument stammt aus dem 2.Jh.v.Chr.

Als 133 v.Chr. das Königreich Pergamon per Testament an Rom vererbt wird, steigt auch der römische Einfluß in Adada. Adada kann von der politischen Änderung profitieren und der Wohlstand in der Stadt steigt. Trotz römischem Einfluß behält Adada aber seinen Status als unabhängige und freie Stadt. Adada begann sogar eigene Münzen zu prägen. Während der Zeit des 'römischen Friedens' (Pax Romana etwa 25 v.Chr. bis 180 n.Chr) war auch die Blütezeit von Adada. Die enge Verbindung zum römische Reich zeigt sich auch durch die Errichtung von insgesamt 4 Kaiserkulttempeln im Stadtgebiet.

Es wird angenommen, dass etwa 45 n.Chr. der heilige Paulus auf seiner Missionsreise von Perge nach Antiochia auch in Adada vorbeigekommen ist. Zu dieser Zeit spielte das Christentum in Adada aber noch keine Rolle. Erste christliche Sakralbauten (2 Basiliken im Stadtgebiet von Adada) stammen aus dem 4.Jh.n.Chr. Schriftlich belegt als ein möglicher Bischofssitz ist Adada seit 325 n.Chr. Jeweils 325, 381, 451, 692, 787 n.Chr. wurde ein Bischof aus Adada auf verschieden religiösen Konzilen erwähnt.

Erst im 13.Jh.n.Chr. mit dem drohenden Ende des byzantinischen Reiches wurde Adada aufgegeben und liegt seitdem in Trümern.

1884 wurde der antike Ort durch Schönborn wiederentdeckt und 1887 eindeutig als Adada identifiziert.

1970 wurde in der Nähe von Adada das türkische Dorf Yeniköy gegründet. Der Straßenbau machte somit auch Adada relativ einfach erreichbar und so hat sich Adada zu einem populären touristischen Ziel entwickelt.

Besichtigung

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Die antike Stadt Adada liegt in einem kleineren ebenen Hochtal und wird von der Zubringerstraße zum Ort Yeniköy nahezu in Nord-Süd-Richtung durchschnitten. Somit liegen die meißten Sehenswürdigkeiten beiderseits der Straße und sind so einfach zu erreichen.

Westlich der Straße finden man das Theater (2). 6 Sitzreihen, die Einfassung der Orchestra, sowie Reste der Analemma-Wände sind noch sichtbar. Auch westlich der Straße finden sich 3 der insgesamt 4 Tempel von Adada. Der nördliche Tempel (1) ist stark zerstört, aber der Kaiserkulttempel (4) und auch der Zeus-Serapis-Tempel (5) sind noch sehr gut erhalten. Beide Tempel stehen noch bis zum Giebel; beim Kaiserkulttempel (4) steht sogar noch die vollständige Türeinfassung. Das Gelände hier ist flach, wenig bewachsen und über Trampelpfade einfach zu begehen.

Östlich der Straße finden man den Kaiserkulttempel (3) für Trajan. Er ist nich ganz so gut erhalten, doch läßt sich die ursprüngliche Form noch gut erahnen. Geht man von hier aus nach Süden kommt man auf die Agora von Adada. Man kann leicht die schon freigelegte Einfassung der Agora (3) sehen und so deren Größe anschätzen. Noch etwas weiter südlich, unmittelbar neben der Straße stehen die Reste einen eckigen, mehrstöckigen Gebäudes, dass als Bouleuterion (7) von Adada identifiziert wurde.

Weiter südlich, da wo die Straße nach Westen abbiegt, findet man das große römische Forum (8) mit der imposanten Freitreppe. Der gesamte Platz ist eingefasst und mit großen Steinquardern qualitätsvoll gepflastert. In späteren Jahrhunderten wurde an der Süd-Ost-Ecke des Forums auf einem Fels eine kleine byzantinische Basilika (10) errichtet.

Von hier aus geht ein Weg an der Stadtmauer entlang weiter nach Süden. Der Weg ist steinig und die Besichtigung wird schwieriger. Ab hier wird festes Schuhwerk benötigt. Nach etwa 300 Metern in südlicher Richtung trifft man auf die zweite byzantinische Basilika (13) von Adada. Leider stehen nur noch die beiden Längsmauern; die Absis und der Narthex sind eingestürzt. Hangseitig steht die Kirche allerdings auf einer großen Stützmauer und die Treppenanlage, die an der Südseite der Kirche den Vorplatz begrenzt, ist eher ungewöhnlich und erinnert an die Freitreppe im römischen Forum.

Geht man von hier aus den Berg hinab, trifft man unten auf ein normalerweise trockenes Flußbett. Dieser Fluß hat wohl auch über die Jahrhunderte hinweg Teile des antiken Weges zerstört, der von hier aus weiter nach Süden führt. Erst wenn man weitere 400 Meter mühsam durch das Flußbett zurückgelegt hat, findet man den antiken Weg (11) wieder, der nach einer Biegung nach Westen dann in der alten Qualität mit beeindruckenden Pflasterarbeiten sichbar ist.

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letzte Änderung 01.12.2018
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