Alahan

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Anfahrt

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Das Kloster Alahan (N36,79113/E033,35214) liegt östlich der Verbindungsstraße D350 von Silifke nach Karaman. Etwa 50 km südlich von Karaman und etwa 90 km nördlich von Silifke bzw. 20 km nördlich von Mut entfernt, zweigt ein kleiner asphaltierter Weg (N36,78453/E033,34632) nach Osten ab, der sich dann in Serpentinen den Berg hinaufwindet, um nach weiteren 2,5 km einen kleinen Parkplatz direkt unterhalb der Klosteranlagen zu erreichen. Hier muss man parken und zu Fuß weiter gehen. Etwa an gleicher Stelle, aber unterhalb der Landstraße befindet sich das Vorgänger-Kloster Alaoda.

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Örtlichkeit

Örtlichkeit

Die Klosteranlage von Alahan ist seit dem Jahr 2000 auf der vorläufigen Liste der UNESCO-Weltkulturerbe. Dies bedeutet auch, dass das Ruinengebiet gut gesichert ist, gepflegt und in Stand gehalten wird. Eine gut befahrbare, asphaltierte Straße führt bis zu einem kleinen Parkplatz direkt unterhalb des Klosters. Von hier aus kann das Kloster zu Fuß auf gut ausgebauten und bequemen Wegen erkundet werden. Das Ruinengebiet erstreckt sich etwa 250 Meter in Ost/West-Richtung und ist bei geringen Steigungen einfach zu begehen. In Alahan gibt es einen Wärter und es ist z.Zt. ein Eintrittspreis von 5 TL zu bezahlen.

Geschichte

Geschichte

In Alahan (manchmal auch Apadnas genannt) finden sich architektonische Reste aus dem 4.Jh.n.Chr., die aber ab Ende der 5. Jh.n.Chr. meist durch die jetzt sichtbaren Gebäude der frühbyzantinischen Klosteranlage überbaut worden sind. In der Nekropole wird auf einer Grabinschrift 'Tarasis der Ältere' (gestorben 462) als Gründer des Klosters bezeichnet. Sein Sohn 'Tarasis der Jüngere' war ein Priester und Mönch des Klosters. Alahan war aber nicht nur Kloster, sondern als Wallfahrtsstätte auch Ziel von Pilgerreisen. Immer wieder taucht in alten Beschreibungen des Ortes das Wort 'Herberge' (türk. Han) auf. Als Kloster wurde die Anlage allerdings nur bis zum Ende der 7.Jh.n.Chr. betrieben. Ab da wurde einzig die Westkirche (obwohl heute weit weniger gut erhalten als die Ostkirche) für religiöse Zeremonien weiter genutzt. Aber auch diese Nutzung hörte etwa im 9.Jh.n.Chr. auf.

Wiederentdeckt wurde Alahan im 17.Jh.n.Chr. durch den osmanischen Reisenden Evliyâ Çelebi und im 19.Jh.n.Chr. durch den Archäologen de Laborde. Von 1952 bis 1973 wurden durch den britischen Archäologen Michael Gough intensive Forschungen und Ausgrabungen betrieben. Seit dem Jahr 2000 ist die Klosteranlage von Alahan auf der vorläufigen Liste der UNESCO-Weltkulturerbe.

Besichtigung

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Alahan ist eine zusammenhängende Gebäudegruppe, die sich über etwa 300 Meter in Ost-West-Richtung erstreckt und dabei über den ganzen Bereich nahezu auf gleicher Ebene liegt.

Im Westen, in der Nähe von Parkplatz und Wärterhäuschen, beginnt die Besichtigung mit einem Höhlenheiligtum bzw. mit einer in die Höhle eingebauten Kirche, die als eine der ersten Gebäude der Anlage noch vor den 5.Jh.n.Chr. entstanden ist. Hier finden sich einige Grabnischen und durch weitere in den Fels gehauene Einrichtungen war die Höhle/Kirche ehemals in 3 Etagen unterteilt.

Direkt daneben findet man die s.g. Evangelistenbasilika, die wohl im 5.Jh.n.Chr. erbaut wurde. Als Besonderheit mag das noch vollständig erhaltene Portal gelten, das auf den Seiten die Reliefs der Erzengel Michael und Gabriel trägt. Ansonsten ist von dieser 3-schiffigen Basilika nicht viel erhalten. Allerdings lässt sich durch den vollständig erhaltenen Grundriss die damalige Größe der Gebäudes erahnen.

Geht man nun auf dem Besichtigungsweg, ehemals ein Kolonnadenweg, der über seine gesamte Länge überdacht war und der südlich an den Gebäuden vorbeiführt, weiter nach Osten, erkennt man Fundamente und Mauerreste von Lager- und Wirtschaftsräumen. Oberhalb in der Steilwand sind einige aus dem Gestein gehauene Nischen und Felsräume zu erkennen, die wohl als Wohn- und Schlafräume gedient haben könnten.

Jetzt folgt ein recht gut erhaltenes Gebäude, dass eindeutig als Baptisterium erkennbar ist. Teils in den Fels gehauen, teils mit Mauerwerk aufgebaut, das noch in einer Höhe von etwa 4 Meter steht und an der Ostseite zwei Apsiden darstellt, findet sich im Boden das gut erhaltene kreuzförmige Taufbecken, in das der Täufling über kleine Treppen ein- bzw. aussteigen konnte.

Jetzt, weiter östlich, folgt die Nekropole der Klosteranlage. Zu sehen sind einige in den Fels geschlagene Grabnischen und Sarkophage. Es sind auch noch einige Grabdeckel vorhanden und an einigen Stellen sind religiöse Symbole in den Stein gehauen. Oberhalb sind Felsräume in denen sich einst Einbauten aus Holz für Wohn- und Schlafräume befanden.

Jetzt am östlichen Ende der Klosteranlage findet sich das größte und am besten erhaltene Gebäude. Bis auf das Dach, es wird angenommen, dass es aus Holz konstruiert war, ist diese Kuppelkirche noch nahezu vollständig erhalten. Das Gebäude ist etwa 15 Meter breit und ca. 23 Meter lang und hat an der Ostwand eine etwa 6 Meter breite Apsis mit dreistufigem Synthronon. Direkt vor der Apsis lassen die Wandkonstruktion, der quadratische Querschnitt und die erhaltenen Gewölbe auf einen hölzernen, aufgesetzten Turm mit Kuppeldach schließen, was durchaus der damals üblichen Architektur entsprechen würde. Ansonsten ist die dreischiffige Basilika durch Säulenreihen mit korinthischen Kapitellen gegliedert. Die Seitenschiffe sind jeweils durch eine Balkenlage in zwei Etagen aufgeteilt, wobei sich aus dem südlichen Seitenschiff durch säulengetragene Fenster ein beeindruckender Blick auf das Göksu/Kalykadnos-Tal bietet.

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